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Chile - Patagonia - Torres del Paine & Carretera Austral (Ruta 7)

  • Marc/Thilo
  • 27. Nov. 2025
  • 9 Min. Lesezeit

Aus Ushuaia aus ging es erst wieder ein Stück (ca. 440 km) auf der schon gefahrenen Strecke nach Cerro Sombrero zurück, wo wir wieder eine Zwischenübernachtung eingelegt haben. Wir waren wieder in Chile eingereist und haben uns dann zuerst Richtung Punta Arenas aufgemacht. Hier dreht sich alles um den Entdecker Magellan.


From Ushuaia, we first drove back a short distance (approx. 440 km) on the route we had already taken to Cerro Sombrero, where we spent another night. We re-entered Chile and then headed first towards Punta Arenas. Here, everything revolves around the explorer Magellan.

 

 

Nach einem heißen Kakao und 1-2 Fotos sind wir aber gleich weiter zum Zielort Puerto Natales. Hier haben wir uns für 5 Nächte einquartiert. Dieser für uns langer Zeitraum an einem Ort war dem geschuldet, dass unserer nächsten Etappe zur „Carretera Austral / Ruta 7“ mit einer Fähre zurückgelegt wird. Diese fährt aber nur einmal in der Woche und daher hatten wir Zeit bis zur nächsten Abfahrt. Bei Puerto Natales ist der Nationalpark „Torres del Paine“ das touristische Highlight. Menschen aus der ganzen Welt reisen für diesen Park an. Es ist daher ein sehr touristischer Ort, der auf Trekking ausgelegt ist und entsprechende Outdooor-Aktivitäten und Tagesfahrten in den Park anbietet. Zusätzlich kann man mit einer Bootsfahrt über einen See den Gletscher „Grey“ besichtigen. Das haben wir übrigens nicht gemacht, da wir den Gletscher schon auf der argentinischen Seite in El Calafate gesehen hatten. Wer gerne länger Tagestrekkingtouren in dem Park machen möchte, kann dies hier auch über den sogenannten W-Trek oder O-Trek machen, wobei nur die Unterkünfte oder Zeltplätze in dem Park in der Hauptsaison zwischen 100-600 € pro Nacht Kosten… Auch dies haben wir nicht gemacht. Das lag zum einem daran, dass die Wettervorhersagen nicht wirklich gut waren und ich (Thilo), aufgrund meiner beiden generell schon eher lädierten Knie, dies ohnehin nicht hätte machen können. Wir hatten uns daher für einen Tages-Trek und letztendlich eine geführte Van-Tour durch den Park entschieden. Der Tages-Trek ging über gut 20 km mit ca. 1.000 Höhenmeter und ging zu den „3 Towers“, ein Highlight des Parkes. Für uns waren dort gefühlt schon viele Touristen! Wie wir unterwegs aber von unser Guide erfahren haben, war dass gerade eher „wenig“. Marc und ich waren uns einig, dass wir nicht zur wirklichen Hochsaison im Dezember-März hier sein wollen würden…

 

After a hot chocolate and 1-2 photos, we continued on to our destination, Puerto Natales. We stayed here for 5 nights. This long stay in one place was due to the fact that our next stage to the “Carretera Austral / Ruta 7” was to be covered by ferry. However, this only runs once a week, so we had time until the next departure. The Torres del Paine National Park is the tourist highlight near Puerto Natales. People from all over the world travel to this park. It is therefore a very touristy place, geared towards trekking and offering corresponding outdoor activities and day trips to the park. In addition, you can take a boat trip across a lake to see the Grey Glacier. We didn't do that, by the way, as we had already seen the glacier on the Argentine side in El Calafate. If you want to go on longer day treks in the park, you can do so via the so-called W-Trek or O-Trek, although accommodation or campsites in the park cost between €100 and €600 per night in the high season... We didn't do that either. This was partly because the weather forecast wasn't really good and I (Thilo) wouldn't have been able to do it anyway due to my two knees, which are generally already rather damaged. We therefore decided on a day trek and ultimately a guided van tour through the park. The day trek covered a good 20 km with an elevation gain of around 1,000 meters and took us to the “3 Towers,” one of the park's highlights. To us, it felt like there were already lots of tourists there! But as we learned from our guide along the way, that was actually “not many.” Marc and I agreed that we wouldn't want to be here during the real high season from December to March... 

 

    

Die Van-Tour war dann schon für den Körper entspannter und wir haben den Rest des Parkes noch sehen können.

 

The van tour was more relaxing for the body, and we were able to see the rest of the park.

 

 

Den Rest der Zeit in Puerto Natales wurde mit Spaziergängen, im Café sitzen, essen gehen, einem Kino- und Museumsbesuch und ein wenig „Arbeit“ an dem Social-Media-Auftritt gefüllt.

 

The rest of our time in Puerto Natales was filled with walks, sitting in cafés, eating out, going to the cinema and museum, and doing a little “work” on our social media presence.

 


Nach der für uns langen Zeit an einem Ort, war es dann auch wieder Zeit in Bewegung zu kommen. Das Boarding der Fähre fand ab 18 Uhr statt und letztendlich ging es dann Richtung Zielanlegestelle „Caleta Yungay“, die an der Straße „Carretera Austral / Ruta 7“ liegt, gegen 01:30 Uhr morgens los. Die Überfahrt mit drei Zwischenstationen hat rund 48 Stunden gedauert. Wir hatten daher ausreichend Zeit die Fjorde anzusehen, zu lesen, am Handy rumzudatteln, uns zu langweilen und sogar das WM-Qualifikationsspiel Deutschland vs. Slowakei zu gucken ;). Die Fähre hatte Wi-Fi über Starlink und damit hat es mit der Übertragung einigermaßen gut funktioniert. Durch diese erste längere Fährfahrt auf dieser Reise, haben wir uns übrigens gute 1,000 km auf schon gefahrener und ziemlich windiger Strecke in Argentinien erspart. Bei dem ersten Stopp in Puerto Eden ist dann auch Moritz aus Bremen mit seinem aufblasbaren Kajak ausgestiegen, um in der Gegend eine paar Tage lang alleine zu paddeln und in der „Wildnis“ zu campen. Man trifft immer wieder Leute mit den verschiedensten Reisearten- und Zielen. Wir haben ihn dann aus der Ferne auch noch im gelben Kajak sehen können.

 

After what felt like a long time in one place, it was time to get moving again. Boarding for the ferry began at 6 p.m., and we finally set off for our destination, Caleta Yungay, located on the Carretera Austral / Ruta 7, at around 1:30 a.m. The crossing, with three stops along the way, took around 48 hours. This gave us plenty of time to look at the fjords, read, mess around on our phones, get bored, and even watch the World Cup qualifying match between Germany and Slovakia ;). The ferry had Wi-Fi via Starlink, which worked reasonably well for streaming. This first long ferry trip on our journey saved us a good 1,000 km of driving on a rather windy route in Argentina. At the first stop at Puerto Eden, Moritz from Bremen also got out with his inflatable kayak to paddle alone in the area for a few days and camp in the “wilderness.” You always meet people with a wide variety of travel destinations. We were even able to see him from a distance in his kayak.

 

 

Endlich auf der „Carretera Austral“ („Südliche Landstraße“) angekommen, ging es auch gleich über eine feste Schotterstrecke, die erst um das Jahr 1997 fertiggestellt wurde, bis zum Start- bzw. Endpunkt dieser Landstraße, zu dem Städtchen „Villa O’Higgins“. Die   Stadt wurde 1966 offiziell gegründet und nach dem chilenischen Unabhängigkeitshelden Bernardo O'Higgins benannt. Dieser Name kommt einem in Chile übrigens sehr häufig über den Weg (als Straßen, Platzname, etc.). Bernado O‘Higgins war ein chilenischer Unabhängigkeitsführer, der Chile im chilenischen Unabhängigkeitskrieg von der spanischen Herrschaft befreite. Die südliche Landstraße hat eine Länge über 1,240 km und ist ein touristisches Highlight im Süden Chiles. Die meisten Touristen kommen wohl auch um hier verschiedenste Trekkingstrecken zu erkunden.

 

Finally arriving on the Carretera Austral (“Southern Highway”), we immediately set off on a solid gravel road, which was only completed in 1997, to the starting and ending point of this highway, the small town of Villa O'Higgins. The town was officially founded in 1966 and named after the Chilean independence hero Bernardo O'Higgins. Incidentally, this name is very common in Chile (as street names, place names, etc.). Bernardo O'Higgins was a Chilean independence leader who liberated Chile from Spanish rule in the Chilean War of Independence. The southern highway is over 1,240 km long and is a tourist highlight in southern Chile. Most tourists probably come here to explore the various trekking routes. 

 

 

Von Villa O’Higgins ging es dann erst wieder auf dem gleichen Weg zurück. Wir haben auf der Sttrecke noch 1-2 Drohnenaufnahmen machen wollen aber leider hat uns über einem See der Akku komplett verlassen. Die Drohen hat es nicht mehr bis zum rettendem Ufer geschafft und ist daher nun Geschichte. Sehr sehr ärgerlich das Ganze. Ob wir uns eine neue besorgen oder nicht werden wir noch sehen. Elektronische Geräte sind hier in Chile doppelt so teuer wie bei uns in Deutschland.... Na ja, nach diesem "Erlebnis" ging es weiter zur Anlegestelle unserer Fähre. Nun auf einer für uns neuem Streckenabschnitt immer weiter Richtung Norden. Die Bauarbeiten an der Carretera Austral begannen übrigens im Jahre 1976 unter der Militärdiktatur Augusto Pinochets aus wohl eher militärischen Beweggründen.

 

From Villa O'Higgins, we took the same route back. We wanted to take another 1-2 drone shots along the way, but unfortunately, the battery completely died over a lake. The drone didn't make it back to shore and is now history. The whole thing was very, very annoying. We'll see whether we get a new one or not. Electronic devices are twice as expensive here in Chile as they are in Germany... Well, after this “experience,” we continued on to the ferry landing. Now we were on a new section of the route, heading further and further north. Incidentally, construction work on the Carretera Austral began in 1976 under the military dictatorship of Augusto Pinochet, probably for military reasons.

 

 

Wir sind die Carretera Austral dann immer weiter Richtung Norden. Über 5 Übernachtungsstationen ging es bis zum Ende/Anfang dieser „Landstraße“ nach Puerto Montt. Die ersten rund 350 km Richtung Norden, von Villa O’Higgins, waren auf einer guten Schotterpiste, bis es dann auch auf meistens asphaltierten Straßen weiterging. Auf den vorhandenen Schotterpisten wurde es durch den Verkehr und den trockenen Pisten auch immer wieder gut staubig. Die Ruta 7 (Carretera Austral) führt quasi durch einen Nationalpark nach dem anderen. Dementsprechend waren die Landschaften / allg. Aussichten jeden Tag aufs neue „Espectacular“. Hier ein paar Eindrücke von der Strecke.

 

We continued north on the Carretera Austral. After five overnight stops, we reached the end/beginning of this “country road” in Puerto Montt. The first approx. 350 km north of Villa O'Higgins were on a good gravel road, after which we continued on mostly paved roads. The existing gravel roads were very dusty due to the traffic and dry conditions. Ruta 7 (Carretera Austral) leads through one national park after another. Accordingly, the landscapes and views were spectacular every day. Here are a few impressions from the route.

 

 


Hervorheben möchten wir den Stopp in „Puerto Rio Tranquilo“. Dort haben wir eine Bootstour zu den Marmorhöhlen am See gemacht.

 

We would like to highlight our stop in Puerto Rio Tranquilo, where we took a boat trip to the marble caves on the lake.

 

 

Und den Stopp im Nationalpark „Queulat“. Dort sind wir für 2 Nächte auf einem Campingplatz mit Blick auf einen Gletscher geblieben und haben somit noch in Patagonien die Zelte aufschlagen können. Das Highlight, neben dem Gletscher, war aber das Grillen („asado“) mit unseren beiden Freunden Rodrigo und Hernan aus Chile. Die beiden kennen wir seit der Fährfahrt über 3 Tage von Puerto Natales nach Caleta Yungay. Zufällig war dort auch noch ein kolumbianisches Paar mit einem Motorrad vor Ort am Zelten und somit waren wir zu sechst und hatten einen sehr geselligen Grill-Abend. Am folgenden Tag auf dem Campingplatz sind die Kolumbianer wieder abgereist aber ein weiterer deutscher mit einem in Santiago de Chile gekauften Motorrad kam auf den Campingplatz gefahren und somit gab es auch an diesem Tag einiges zu quatschen.

 

And the stop at Queulat National Park. We stayed there for two nights at a campsite with a view of a glacier, which meant we were able to pitch our tents in Patagonia. The highlight, apart from the glacier, was the barbecue (“asado”) with our two friends Rodrigo and Hernan from Chile. We have known them since the 3-day ferry trip from Puerto Natales to Caleta Yungay. Coincidentally, there was also a Colombian couple camping there with a motorcycle, so there were six of us and we had a very convivial barbecue evening. The next day at the campsite, the Colombians left, but another German with a motorcycle bought in Santiago de Chile arrived at the campsite, so there was plenty to talk about that day as well. 

 

 

Mit dem Erreichen von Puerto Montt haben wir eine weitere geplante und wie erhofft auch sehr gute Etappe unserer Reise abgeschlossen. Übernachtet hatten wir aber in der schöneren an einem See gelegenen Stadt in „Puerto Varas“. Nun geht es mit 1-2 Zwischenstopps wieder Richtung Norden Chiles… mit dem Ziel Peru. Dort soll die Regenzeit beginnen und daher sind wir gespannt, was dies so an Regenmassen bedeutet…

 

Upon reaching Puerto Montt, we completed another planned and, as hoped, very successful stage of our journey. However, we spent the night in the more beautiful town of Puerto Varas, located on a lake. Now we are heading back north to Chile with one or two stops along the way, with Peru as our next destination. The rainy season is supposed to start there, so we are curious to see what this means in terms of rainfall...

 

Uns geht es gut! Bis bald! We'll be fine and see you soon!

 

 

 
 
 

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